Beerdigung

Wenn der Tod einen Menschen aus unserer Mitte reißt, dann sind wir oft im Innersten berührt und geschockt, fühlen uns ohnmächtig und hilflos. Manchmal mehr, manchmal weniger. Je nachdem, wie nahe uns der Verstorbene stand und unter welchen Umständen er zu Tode gekommen ist.
 
Quelle: D. Rafflewski
Christen nehmen die Trauer ernst, weil im Zentrum ihres Glaubens die Überzeugung steht, dass Gott in Jesus Christus tiefstes menschliches Leid geteilt hat. Gleichzeitig hat aber die Auferstehung Christi auch die Hoffnung geweckt auf Überwindung des Todes, auf die Möglichkeit neuen Lebens jenseits der Todesgrenze bei Gott.
 
Der Trauergottesdienst will helfen, vom Verstorbenen in Würde Abschied zu nehmen. Er will das Leben eines Menschen mit all seinen Höhen und Tiefen zu diesem Gott in Beziehung setzen. Er will neu zum Leben ermutigen, ohne billige Vertröstung zu sein.
 
Meist beauftragen die Angehörigen ein Beerdigungsinstitut mit der Vorbereitung einer Beerdigung oder Trauerfeier. Dieses Institut fragt dann im Pfarrbüro wegen eines konkreten Termins für die kirchliche Feier an. Es ist nicht nur in Heddesheim eine alte Tradition, den Sterbefall dann „auszuläuten“, das heißt: Die Kirchenglocken erklingen mitten am Tag zu einem ersten Gedenken für den Verstorbenen. Bald wird sich dann der Pfarrer, der die Beerdigung übernommen hat, bei den Angehörigen melden, um einen Termin für das Trauergespräch zu vereinbaren. Bei diesem Gespräch geht es darum, über die Umstände des Todes zu sprechen, das Leben des Verstorbenen in seinen wichtigsten Stationen durchzugehen, um schließlich über die Gestaltung der Trauerfeier zu sprechen. Es ist für den Pfarrer wichtig, dass dabei auch offen über Probleme gesprochen werden kann; Sie dürfen allerdings fest mit der Verschwiegenheit des Pfarrers rechnen. Nicht alles, was er in solchen Gesprächen erfährt, geht Dritte etwas an. Aber dennoch kann es wichtig sein, gerade auch über Belastendes zu sprechen, um Trauer richtig verarbeiten zu können.In der Regel singt die Gemeinde in unseren Trauergottesdiensten zwei Choräle: einen vor, einen nach der Predigt. In der Heddesheimer Friedhofshalle liegen Liederhefte für den Gemeindegesang aus. Sollten Sie gerne ein Lied singen wollen, das sich nicht in diesem Liederheft findet, so ist dies kein Problem: Wir erstellen dann gerne auch ein Liedblatt, das vor Beginn der Trauerfeier verteilt wird.  Manchmal - z.B. wenn es sich um eine kleine Trauerfeier im allerengsten Familienkreis handelt - kann es allerdings auch erwünscht sein, auf das Singen zu verzichten und stattdessen gemeinsam zwei Orgelchoräle anzuhören.Selbstverständlich ist es möglich, Nachrufe zu sprechen. Wir bitten lediglich darum, dass diese kurz vor Beginn der Trauerfeier angekündigt werden und mit den Angehörigen abgestimmt sind. Ebenso ist es möglich, einen Chor oder einen Solisten singen zu lassen oder Lieder abzuspielen, die für den Verstorbenen von besonderer Bedeutung waren – wenn sie denn zum Charakter eines Trauergottesdienstes passen; Ihr Pfarrer wird Sie hierbei gerne beraten.

Im Sonntagsgottesdienst, der auf dem Tag der Beerdigung oder Trauerfeier folgt, gedenken wir derer, die wir unter der Woche zu Grabe getragen haben. In der Regel vor dem Fürbittengebet erhebt sich die Gemeinde zum Gedenken der Verstorbenen und im Fürbittengebet wird Gott für sie um Kraft und Trost angerufen.