Kirche

Quelle: D. Rafflewski
Die Kirche
in der Beindstr. 4 wurde 1871/72 vom Heidelberger Architekten Heinrich Behaghel im neugotischen Stil erbaut. Sie ersetzte eine kleinere Vorgängerkirche und bietet ca. 500 bis 600 Menschen Platz.
Bei einer grundlegenden Renovierung wurden 1963 Taufstein und Altar nach dem Geschmack der damaligen Zeit erneuert. 1999/2000 wurde eine dazu passende Kanzel errichtet.
 
 
 
 
 
 
Quelle: D. Rafflewski
 
Quelle: D. Rafflewski
Die Orgel
geht in ihrem Grundbestand von 1873 auf den Heidelberger Orgelbauer Mathias Burkhard zurück. 1928 wurde das Instrument von Steinmeyer & Strebel umgebaut und um vermutlich 11 Register erweitert. Weitere Änderungen erfolgten in den Jahren 1955, 1971 und 1992. Trotzdem gilt die Orgel in ihrem jetzigen Bestand als „das vollständigste Instrument, das in einer evangelischen Kirche aus der Produktion Burkhards (in Teilen) erhalten geblieben ist.“
Aufgrund ihrer besonderen Disposition und ihres einzigartigen Klanges (romantischer Grundcharakter mit leicht barocken Obertonregistern) lässt sie sich musikalisch in großer Bandbreite verwen
 
 
Das Fensterbild im Chorraum: Christus segnet die Jünger
Das von dem Heddesheimer Landwirt Adam Gassner 1908 gestiftete und von dem Heidelberger Glasermeister H. Beiler gefertigte Fensterbild im Chorraum zeigt, wie Jesus die Jünger kurz vor seiner Himmelfahrt segnet.
Quelle: D. Rafflewski
 
Quelle: D. Rafflewski
 
Quelle: D. Rafflewski
 
Quelle: D. Rafflewski
Die Kirchenglocken
Im Turm hängen heute vier Glocken aus unterschiedlichen Perioden.
Wie viele andere Gemeinden auch musste Heddesheim während der beiden Weltkriege jeweils zwei Glocken abgeben, die nach den Kriegen durch neue ersetzt wurden. Die älteste Glocke stammt von 1872, die beiden anderen wurden 1949 gegossen.
 
1. Gedächtnisglocke in C:

2064 kg – Ø 152 cm.
Inschrift: "Nun aber bleibet Glaube, Liebe, Hoffnung, diese drei" (I Kor 13,13)
Gegossen: 20.7.1949 durch Fa. Schilling, Heidelberg

2. Heimatglocke in Es:
1193 kg – Ø 126 cm.
Inschrift: "Christus spricht: Kommet her zu mir alle" (Mt 11,28)
Bild: Der verlorene Sohn
Gegossen: 20.7.1949 durch Fa. Schilling, Heidelberg

3. Friedensglocke in F:
712 kg – Ø 110 cm.
Inschrift: "Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf
Erden und den Menschen ein Wohlgefallen" (Lk 2,14)
Inschrift: "Gegossen unter der Regierung des
Großherzogs Friedrich im zweiten Jahre der Wiederherstellung des Deutschen Reiches unter Kaiser Wilhelm"
Gegossen: 1872

4. Taufglocke in As:
700 kg - Ø 105 cm.
Inschrift oben umlaufend: "Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder in Christus Jesus. (Gal 3, 26)
Glockenzier unten umlaufend: Von Kindergartenkindern gestaltete Bilder zum Thema Taufe.
Gegossen: 22. September 2010 durch Glockengießerei Bachert, Karlsruhe