Ökumenisches Kirchenfrühstück

War es früher eine Aufgabe der Kirchen, „Durchwanderern“ oder „Obdachlosen“ durch einen Bäckergutschein oder alle 14 Tage mit einem Frühstück weiterzuhelfen, so sind es inzwischen immer weniger wirklich „Obdachlose“, die um Hilfe nachsuchen. Die meisten, die sich an die Pfarrämter wenden, haben einen festen Wohnsitz (allerdings die wenigsten in Heddesheim, die meisten in Orten der näheren Umgebung), sind aber durch unterschiedliche Schicksalsschläge an den Rand der Gesellschaft gedrängt worden. Dass es Hartz-IV-Empfängern oft am Nötigsten fehlt, wird von diakonischen und kirchlichen Einrichtungen schon seit längerem beklagt. Es ist keine Frage, dass Kirche hier helfen muss, so weit ihr dies möglich ist.

Die Evangelische Kirchengemeinde Heddesheim lässt deshalb bedürftigen Menschen einmal pro Woche einen Bäckergutschein zugehen, mit dem sie Lebensmittel einkaufen können, und lädt sie alle 14 Tage zu einem „Kirchenfrühstück“ ein, das im Moment von einem Kreis engagierter Frauen aus der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde angeboten wird.

Quelle: Elsbeth Strewinski

Im Moment sind es 22 Frauen, die diesen karitativen Dienst leisten. Sie stellen ihre Zeit und ihre Fähigkeiten in den Dienst dieser Sache. Sie tun dies unentgeltlich. Und sie tun dies, weil es für sie die ganz konkrete praktische Seite ihres Glaubens ist. Ein Glaube ohne tätige Nächstenliebe wäre für sie kein wahrhafter Glaube.

Natürlich sucht das Vorbereitungsteam immer wieder Personen, die bereit wären, je nach ihren zeitlichen Möglichkeiten beim „Heddesheimer Kirchenfrühstück“ mitzuarbeiten. Wer sich genauer informieren möchte, kann sich an Frau Matz (Tel. 4 25 29) oder an Frau Metzger (Tel. 44517) wenden.